Aktuelles vom Förderverein

Update: Festakt zur Eröffnung des Erweiterungsbaus

Geschrieben von Andreas Kraut am .

Einweihung des Erweiterungsbaus für das Hospiz Arista

Das Gebäude - ein steinernes Zeugnis der großen Bürgerbewegung
Weitere Tage der offenen Tür im Erweiterungsbau am 25./26. April 

In diesem Beitrag werden alle Informationen zu dieser gelungenen Veranstaltung gesammelt.

Festakt Schlossgartenhalle 17.04.2015

Mit Hochdruck wurde bis zur letzten Minuten am Erweiterungsbau für das Hospiz Arista in der Pforzheimer Straße gearbeitet. Während in den hellen und lichten Zimmern letzte Hand an der Einrichtung für die Gäste angelegt wird, befestigen Handwerker am Brunnen im lauschigen Atrium noch eine Abdeckung und an der Außenfassade sind die Bohrmaschinen noch das bestimmende Bild. Doch rechtzeitig zur Einweihung und zu den Tagen der offenen Tür am zurückliegenden Wochenende waren die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen, so dass die Besucher ein offenes und in der Tat einladendes Haus erleben konnten und so mancher ein neues Bild vom Hospiz gewann.

Doch zuvor wurde die Einweihung des Palliativzentrums in der Schlossgartenhalle mit einem Festakt gefeiert. Und mehr als symbolisch stand der Nachmittag unter dem Motto des ökumenischen Liedes „wenn das Brot, das wir teilen, zur Rose erblüht“. Denn das Hospiz kann nur erblühen durch den „Dienst“ der Haupt- und Ehrenamtlichen am Nächsten, durch die Nächstenliebe. Dass das Hospiz nicht nur räumlich mitten in der Stadt liegt, sondern in der Mitte der Ettlinger Gesellschaft verankert ist, das begeisterte alle Redner, angefangen beim Landesbischof Professor Jochen Cornelius-Bundschuh über Landrat Dr. Schnaudigel bis hin zum Dekan der Katholischen Kirche Karlsruhe Hubert Streckert. Sichtbares Zeichen dieser Bürgerbewegung die übervolle Schloßgartenhalle beim Festakt und nicht minder beeindruckend die bühnensprengende Zahl von Frauen und Männern, die sich haupt- und ehrenamtlich für das Hospiz engagieren. Und dass es eben ein Gemeinschaftsprojekt ist, spiegelte sich in der gemeinsamen Begrüßung des Fördervereinsvorsitzenden Professor Dieter Daub und dem Geschäftsführer der Diakonie Rüdiger Heger wider. So wie früher im MIttelalter die Hospize Häuser der Gastlichkeit waren, sind sie heute Orte, um zur Ruhe zu kommen vor dem letzten Weg, erklärte Festredner Cornelius-Bundschuh. „Hier wird der Mensch an die Hand genommen ohne seine Selbstbestimmung zu verlieren“. „Es bietet trotz Abhängigkeit die Chance, sich helfen und begleiten zu lassen, ohne ausgeliefert zu sein“.

Festakt in der Schlossgartenhalle 17.04.2015
An sich ein bescheidener Anlass, die Einweihung des Erweiterungsbaus. Aber hier wurde und wird etwas Großes gefeiert, auf das „wir im Stadt- und Landkreis stolz sein können“, so Landrat Schnaudigel. Das neue Hospiz- und Palliativzentrum verbinde den ambulanten mit dem stationären Gedanken. Oberbürgermeister Johannes Arnold erinnerte an das älteste beurkundete Hospiz auf dem Schweizer Grimselpass, eine Zuflucht, um von dort weiter zum nahen Totensee zu wandern. Und so unschätzbar und existenziell ein Hospiz in den Bergen ist, ist es hier bei uns im Herzen der Stadt; eine Zuflucht nach langer Reise, bevor es auf die letzte Etappe geht“. „Hospiz ist eine Aufgabe im Herzen der Gesellschaft“, so Arnold, anmerkend, dass der Erweiterungsbau erlaube, mehr Menschen noch besser begleiten zu können.

Dass „das Hospiz Arista von den Menschen getragen“ werde, hob Karlsruhes Bürgermeister Klaus Stapf heraus und Dekan Streckert unterstrich „Arista bewegt, beschäftigt und inspiriert“, deshalb müsse dieser wichtige Ort im Dekanat gemeinsam wie bisher weiterentwickelt werden.

Daran, dass das Hospiz auf geschichtsträchtigem Boden steht, nämlich auf jenem, auf dem bis zur Reichspogromnacht am 9. November 1938 die Ettlinger Synagoge stand, erinnerte Architekt Professor Johannes Jakubeit, der gemeinsam mit seiner Kollegin Alexandra Beer ihre Planüberlegungen für den Erweiterungsbau skizzierten, aber auch die Widrigkeiten, die leider zum Abriss des alten Hauses führten. Klar, der Bau dürfe nicht wie eine Klinik aussehen und er solle den genius loci aufgreifen, so dass er einem normalen Wohnhaus mit Balkonen gleiche. Mit einem Schmunzeln kredenzte Frau Beer in ihrer anregend-erheiternden Rede die großen Gemeinsamkeiten von Bauen und Kochen, von Kulinarik und Architektur, um anschließend mit Professor Jakubeit eine vierfache  Schlüsselausfertigung zu überreichen. Bevor Dekan Martin Reppenhagen vom Evangelischen Kirchenbezirk Karlsruhe-Land die Feier mit einem Gebet beschloss, kamen alle im und für das Hospiz Tätige auf die Bühne.

Für einen würdigen musikalischen Rahmen sorgten Aurélien Paulin, Diane Marlaud, Jaspar Wesemann, Simon Scheller, Paula Huber, Noelia Escorihuela, Daniel Bollinger sowie Christiane Seidl-Behrend und Sam Behrend sowie Rigulf Hefendehl.

Am 25. Und 26. April gibt es von 11 bis 17 Uhr Tage der offenen Tür im Erweiterungsbau. 

Programm des Festaktes:


Lied: Der letzte Koffer (Purple Schulz)
Gedicht: Mein fröhliches Sterbelied (vorgetragen von Susanne Goldmann)

Bildergalerien:
Bildergalerie Foto Fabry, Ettlingen
Bildergalerie von verschiedenen Fotografen.

Grußworte:





Presseberichte:
Bericht in den BNN am 18.04.2015: "Hospizbewegung ist Bürgerbewegung"
Bericht im Amtsblatt Ettlingen am 23.04.2015 "Das Gebäude - ein steinernes Zeugnis der großen Bürgerbewegung"

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