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Feiern mit Freunden – 20 Jahre Förderverein Hospiz

Anlässlich seines 20-jährigen Bestehens feierte der „Förderverein Hospiz für die Stadt und den Landkreis Karlsruhe e.V.” am 22. Oktober das Fest der Vielfalt. Mehr als 700 Gäste folgten der Einladung und füllten den großen Saal des Tollhauses. Mit dem Motto

„Bunt ist keine Farbe –
Bunt ist das Leben”

hatte der Förderverein nicht zu viel versprochen. Wer sich auf einen steifen Abend mit langen Reden und entsprechendem Bühnenprogramm eingestellt hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Bereits in seiner Begrüßung machte der Vorsitzende des Fördervereins, Prof. Dr. Dieter Daub, klar, dass es nicht darum gehe den Förderverein oder die Vorstandschaft zu feiern, sondern die Mitgliede und unzähligen Spender, Sponsoren und Unterstützer, die durch ihren Beitrag und ihre Spenden die vielfältige Hospizarbeit in der Region Karlsruhe erst möglich gemacht haben.
Im Rückblick erfülle es ihn mit Stolz, dass diese Entwicklung nicht aufgrund einer einzelnen Großspende möglich war, sondern durch das Engagement so vieler Bürgerinnen und Bürger!

So kann zu Recht behauptet werden, der Hospiz-Gedanke in der Region Karlsruhe sei „getragen durch bürgerliches Engagement”.

Mit dem Wunsch, dass die Mitgliederzahl des Fördervereins im Laufe des Abends die 1.000er Grenze übersteige, übergab Herr Prof. Dr. Dieter Daub das Wort an Martin Wacker – der Stimme von Karlsruhe – der amüsant und kurzweilig durch den weiteren Abend führte.

Die musikalische Gestaltung des Abends lag in den Händen des Peter Lehel Quartetts. Die Musiker um den namensgebenden Saxophonisten interpretierten virtuos bekannte Melodien aus unterschiedlichen Musikepochen im Jazz-Stil. Begleitet wurden sie dabei vom Bariton und Gentleman – wie ihn das Badische Staatstheater bezeichnet – Eddie Gauntt, dem aus Texas stammenden Kammersänger, der heute in der Region Karlsruhe lebt und auf den Bühnen der Welt zuhause ist.

Zwischen den musikalischen Darbietungen rezitierte Regierungspräsidentin i.R. Gerlinde Hämmerle aus den literarisch breit gefächerten Werken Erich Kästners. Und der Poet und Liedermacher Rainer Markus Wimmer, der so fasziniert „über seinen ersten Gedanken” war, dass er beschloss künftig immer nachzudenken, gewährte einen Einblick in seine Einfälle, die er wortgewandt in kleine Gedichte – den WimmeriX – fasst. Training für die Lachmuskeln gab es von Frau Knöpfle – nein, Fräulein Knöpfle, wofür es einen guten Grund gibt, wie sie den Gästen bildhaft und nachvollziehbar erklärte – und ihrer Herrenkapelle.

Zwischen den Darbietungen konnten sich die Gäste an einer – dem Motto des Abends entsprechend – bunten Auswahl schmackhafter und liebevoll angerichteter Häppchen stärken und miteinander ins Gespräch kommen.

Die Grußworte der Stadt und des Landkreises Karlsruhe überbrachte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Er betonte, dass die Region Karlsruhe von Beginn an Vorreiter für hospizliche Angebote in Baden-Württemberg war. Dies sei nicht zuletzt auf die unermüdliche Arbeit des Fördervereins zurück zu führen, der diese Entwicklung erst möglich gemacht habe. Mit einem Augenzwinkern berichtete Schnaudigel auch von der Hartnäckigkeit, mit der die Vorstandschaft des Fördervereins auch die Stadt- und Landkreisverwaltung immer wieder daran erinnert, ihren Beitrag für diese Entwicklung zu leisten. Und so überreichte er als Geburtstagsgeschenk auch einen Scheck für die Erfüllung eines Wunsches.

Mit einer symbolischen bunten Würfel-Pyramide, die auf dem gelben Grundstein des Fördervereins errichtet wurde, stellten sich die einzelnen Teams des Hospiz- und Palliativzentrums „Arista” vor. Hierbei wurde die Entwicklung der vielfältigen Angebote deutlich, die inzwischen über den Hospizdienst, das stationäre Hospiz und das Palliative Care Team hinaus gehen und allesamt einen wertvollen Beitrag in und für die Region Karlsruhe leisten.
Was diese Angebote ohne den Förderverein wären, demonstrierte Martin Wacker anschaulich, indem er den Grundstein des Fördervereins wegzog, und damit die Würfel-Pyramide zum Einsturz brachte. Dies war zugleich die Überleitung, um der Vorstandschaft des Fördervereins für ihr Engagement zu danken.

Bevor die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Helma Hofmeister-Jakubeit, den Abend schloss, bedankte sie sich bei allen Mitwirkenden des Abends auf und hinter der Bühne und bei allen, die die Hospizarbeit in der Region finanziell unterstützen und so erst möglich machen. In den letzten 20 Jahren wurde viel erreicht. Auf diesen Erfolgen will und wird sich der Förderverein jedoch nicht ausruhen. Die nächsten Großprojekte – wie der Bau weiterer Hospize im nördlichen Landkreis Karlsruhe und Karlsruhe – stehen in den Startlöchern und müssen finanziert und getragen werden.

Dass dies möglich ist, zeigt auch, dass im Laufe des Abends die Zahl der Fördermitglieder mit 53 neuen Beitritten tatsächlich deutlich über das lang erwünschte Ziel von 1.000 Mitglieder stieg.

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