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Scharinger & Friends haben in sieben Jahren über 400000 Euro Spendengeld gesammelt

Uber 400000 Euro Spendengeld haben „Scharinger & Friends“ in den rund sieben Jahren, seit es dieses Benefizprojekt gibt, eingespielt. Der einstige Bundesliga-Profi und heutige Verbandssportlehrer beim Badischen Fußballverband ist selbst überrascht vom großen Erfolg. Der SONNTAG sprach mit dem 51-Jährigen auch über die Gründe, die ihn veranlasst haben, sich im sozialen Bereich zu engagieren.

Herr Scharinger, seit sieben Jahren gibt es jetzt „Scharinger & Friends“ als soziales Projekt. Was waren die Gründe für Sie, sich in diesem Bereich zu engagieren?

Rainer Scharinger: Ich habe schon als junger Fußballer für die gute Sache in verschiedenen Teams gespielt. Persönliche Betroffenheit hat mich dann bewogen, mein eigenes Projekt zu starten. Vor zehn Jahren verstarb mein Bruder nach schwerer Krankheit an Krebs. Es waren schwere Jahre für meine Familie und mich. Man bekommt einen anderen Blick auf das Leben und natürlich eine völlig andere Einstellung. Ich habe in dieser Zeit viel Leid in Hospitälern, bei den Kranken, bei den Angehörigen und die harte Arbeit bei den Pflegekräften gesehen. Und mir war klar: Ich möchte etwas tun! Ich möchte helfen!

Was Sie dann mit „Scharinger & Friends“ auch taten. Wie ging es damals los?

Scharinger: Das war 2012 und eine spontane Entscheidung. Ich traf mich mit meinem Freund Hardy Schröder und wir beschlossen, als einmalige Aktion zwei Benefiz-Fußballspiele in Söllingen und Bruchhausen zu organisieren und durch eingenommene Spenden das Hospiz Arista in Ettlingen zu unterstützen. Wir waren damals noch völlig unbedarft und unerfahren, aber die beiden Veranstaltungen waren ein Riesenerfolg, haben enorm viel Spaß gemacht und so haben wir beschlossen, das Projekt weiterzuführen.

Und das seit sieben Jahren mit wachsendem Erfolg. Über 400 000 Euro haben Sie seither eingesammelt. Wie war das möglich?

Scharinger: Durch viele Menschen und Helfer wurden „Scharinger & Friends“ tatsächlich eine Erfolgsgeschichte. Wir sind in der Region inzwischen eine „soziale Marke“ geworden, die für Hilfsbereitschaft, Seriosität und Verlässlichkeit steht. Die Spendensumme macht uns selbst sprachlos, damit hätten wir zu Beginn des Projektes nie gerechnet.

Es gelingt Ihnen immer wieder „große Namen“ aus dem Sport, und nicht nur aus dem Fußball für die Benefizspiele zu gewinnen. Wie kriegen Sie das hin?

Scharinger: Das hat mit meinem großen sportlichen Netzwerk zu tun. Ich kenne viele Profisportler aus aktiven Zeiten. Die Bereitschaft der Sportler, sich für die „gute Sache“ zu engagieren, ist wunderbar. Und alle kommen immer kostenlos zu uns. Das gilt übrigens nicht nur für die Sportler, sondern auch für die Künstler, die bei unseren Veranstaltungen mitmachen.

Jetzt gehen „Scharinger & Friends“ ins achte Jahr. Ist dann die halbe Million an Spenden fällig?

Scharinger: Das muss sich noch zeigen. Für das Jahr 2019 ist schon wieder vieles in Planung wie zum Beispiel die großen Fußball Events. Aber auch Dart, Musik, Fußball-Tennis, Bubble Soccer und vieles mehr. Am Ende ist es uns nicht so wichtig, wie groß eine Spende ist, sondern dass sie von Herzen kommt. Am allerwichtigsten ist mir, dass „Scharinger & Friends“ in die Köpfe und Herzen der Menschen kommt, damit wieder Werte wie Dankbarkeit, Demut oder Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft gestärkt werden.

Interview: Harald Linder

 

Scharinger & Friends: Zahlen und Namen

In den sieben Jahren ihres Bestehens haben „Scharinger & Friends“ insgesamt 400259,85 Euro eingespielt, die sozialen Projekten zugutekamen. Diese Spenden kommen zu 100 Prozent bei den unterstützten Einrichtungen an, da alle bei „Scharinger & Friends“ ehrenamtlich tätig sind. Da die Spender ihre Gelder direkt an das von ihnen ausgesuchte Projekt überweisen, entstehen auch keine Verwaltungskosten. Sieben Projekte werden unterstützt: Tafelladen Ettlingen, Hospiz Arista Ettlingen, Kindernotfallwagen Karlsruhe, Kinderkrebshilfe Karlsruhe, Karlsruher Kindertisch, Kinder- und Jugendpsychiatrie Karlsruhe und Stiftung Hänsel+Gretel.

Für seine Benefiz-Events findet Rainer Scharinger immer wieder prominente Mitstreiter. Nur einige Beispiele: Die Fußball-Weltmeister Thomas „Icke“ Häßler und Guido Buchwald, Bundesliga-Profis wie Jens Nowotny, Aleksander lashvili, Bradley Carnell, Giovanni Federico, Ali Günes, Burkhard Reich, Edgar Schmitt, Frank Mill und Marcel Raducanu. Aber auch Profis aus anderen Sportarten wie Handball- Weltmeister Markus Baur, Handball-Nationalspieler Patrick Groetzki, Boxer Vincent Feigen butz oder Basketballer Rouven Rössler. Dazu auf den Trainerbänken: Julian Nagelsmann, Kenan Kocak, Lukas Kwasniok, Rolf Kahn, Rolf Dohmen oder Lorenz Günther Köstner.

Infos: www.scharinger-friends.de

Dieser Artikel ist in den „Badischen Neuesten Nachrichten / Der SONNTAG“ erschienen.

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