Aktuelles vom Hospizdienst (Stationär und Ambulant)

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Delegation aus Rumänien und Griechenland zu Gast beim Hospizdienst Ettlingen

Der Hospizdienst Ettlingen war vor einigen Tagen Gastgeber im Rahmen des EU-Projekts „EuropA Pro-Hospiz“ mit Cluj Napoca/Klausenburg in Rumänien und Thessaloniki/Griechenland. Für ihn ist es eine Chance, über die Arbeit vor Ort sich auch „europäisch“ einzubringen aber auch manches von den Gastländern zu lernen.

Gruppenbild-EU-Projekt-Juni-2010-kl

Zusammen mit dem Diakonischen Werk Baden besteht die Aufgabe darin, mit den Partnerländern ein Konzept und einen Leitfaden für Multiplikatoren zu entwickeln, deren Aufgabe es sein soll, Ehrenamtliche für Hospizbegleitungen zu gewinnen.

Während in Deutschland ehrenamtliche Hospizarbeit eine lange Tradition hat, steckt sie in Rumänien noch in den „Kinderschuhen“. Jedoch gibt es dort hauptamtlich tätige Palliativ-Pflegedienste, die - wie z.B. in Klausenburg  - von der dortigen Diakonie getragen sind. In Griechenland ist eine organisierte Sozialarbeit praktisch nicht vorhanden. Die Ev. Gemeinde deutscher Sprache in Thessaloniki ist dabei, sich dieser Aufgabe durch konkrete Angebote anzunehmen.

Für alle Beteiligten geht es in diesem Projekt darum, über Erfahrungen in der Arbeit mit Ehrenamtlichen zu sprechen, voneinander zu lernen und konkrete Vorhaben unter Berücksichtigung der kulturellen und religiös geprägten Verhältnisse vor Ort umzusetzen.

Das Programm für die ausländischen Gäste in Ettlingen war vielseitig, sowohl fachlich als auch kulturell. Nach einem Empfang durch Ettlingens Bürgermeister Thomas Fedrow in der „Scheune“ des Diakonischen Werks Ettlingen, gab es fachspezifische Themeneinheiten, ein Besuch des Informations- und Beratungsraums „Die Zeder“ auf dem Ettlinger Friedhof, des stationären Hospiz „Arista“ sowie des „Stephanus-Stifts am Stadtgarten“.

Die Abende in der „Scheune“ standen unter dem Motto „Begegnung“ und „Texte und Musik“. Hierzu waren alle 44 ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen des Hospizdienstes Ettlingen und weitere Gäste eingeladen. Nach Vorstellung der regionalen Arbeit in den drei Ländern entwickelte sich ein reger Austausch, auch wurden persönliche Kontakte geknüpft. Seelsorgerliche und spirituelle Impulse, griechische Musik, rumänische Lieder, literarische Texte und Darbietungen mit Klavier und Querflöte berührten und gaben das Gefühl der tiefen Verbundenheit.

Nach einem Ausflug ins Zisterzienserkloster Maulbronn am Sonntag konnten die Gäste das Watthalden-Festival mit seinen internationalen Rhythmen genießen.

Offenheit, Herzlichkeit und menschliche Nähe waren in diesen Tagen bei allen zu spüren.

Der Abschied fiel schwer. Bereits im Juli wird es ein nächstes Treffen in Klausenburg geben, zu dem vier Personen des Hospizdienstes Ettlingen nach Rumänien reisen werden. Das gesamte Projekt dauert noch bis Sommer 2011. Dann sollen konkrete Ergebnisse und Konzeptionen für die Hospizarbeit in Rumänien und Griechenland vorliegen.

Margit Sänger
Hospizdienst Ettlingen

Siehe auch Presseartikel in den BNN

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